Slow Fashion: Mode für eine bessere Zukunft 


Slow Fashion - Hinter diesem Begriff steht mehr als nur ein Modestil. Slow Fashion hat viele verschiedene Synonyme. Zu den bekanntesten Synonymen gehören Ethical Fashion, Fair Fashion, Social Fashion und Eco Fashion. Ethical Fashion ist Teil eines bewussten Umgangs mit dem Leben. Mit dem eigenen Leben und dem Leben anderer Menschen und anderer Lebewesen. Jede Entscheidung, die der Mensch fällt, sollte die Auswirkungen auf die anderen Menschen und die Umwelt miteinbeziehen. 

Ethical Fashion ist ein Weg, die Dinge des Alltags zu hinterfragen. Rücksichtsloser Konsum, der sich nur auf das Befriedigen der eigenen Bedürfnisse kümmert, führt auf dem Planeten zu einer Vielzahl an Problemen. Die natürlichen Ressourcen und die Arbeitskraft ärmerer Menschen werden rücksichtslos von Großkonzernen ausgebeutet.  

Folge sind schwere Umweltschäden und Arbeiter mit Gesundheitsproblemen. Aus diesem Grund kann es sehr wichtig sein, Kaufentscheidungen zu treffen, die nicht nur für einen persönlich vorteilhaft sind. Kein Mensch und kein Tier sollten unter der Entscheidung leiden müssen. Slow Fashion geht Hand in Hand mit einem Lebensstil, der die Wichtigkeit der Dinge reduziert und so Platz für innere Freude und Entspannung gibt. 

 

Heutzutage konsumieren wir so viel, sodass der Konsum, weit über die natürlichen Bedürfnisse hinausgeht. Wir reden von Kleiderschränken, die so vollgestopft sind, dass man den Boden nicht mehr erkennen kann oder Schuhschränke mit mehr als 50 Paar verschiedenen High Heels oder Garderoben mit zwanzig Taschen. Viele dieser Produkte wurden oft mit großem Energieaufwand von Menschen in armen Ländern hergestellt. Die Industrieanlagen in China verschmutzen die Luft an manchen Tagen so stark, dass kaum jemand mehr in den großen Städten atmen kann. 

 

Um den Planeten zu retten, müssen wir beginnen, unseren Konsum zu überdenken.  

Slow Fashion Definition

Unter diesem Begriff versteht man eine nachhaltige Mode, die unter der Berücksichtigung des Umweltschutzes und der Menschenrechte hergestellt wird. Die Produkte werden aus hochwertigen Bio Materialien hergestellt und sind ethisch vertretbar.

Fair Fashion führt zu einem bewussteren Kaufverhalten. Der Konsument respektiert die Umwelt und seine Mitmenschen. Zu dem Konzept gehören zudem, der Kauf von gebrauchter Kleidung und Accessoires. Dies ist sowohl online als auch in Secondhand Läden möglich.
Alte Kleidungsstücke können auch an Freunde und Bekannte weitergeben werden. Das Spenden von Kleidung ist ebenfalls sehr sozialverträglich.

Kleinere Betriebe und Handwerke können in diesem Konzept ebenfalls unterstützt werden. Etsy ist ein guter Onlinemarktplatz für nachhaltige und handgefertigte Dinge. 


Fair Fashion wird aus nachhaltigen Rohstoffen gefertigt. Diese Nachhaltigkeit reduziert die Belastung der Umwelt. Im Bio-Anbau verpflichtet sich der Hersteller zum Beispiel auf giftige Substanzen wie Pestizide zu verzichten. Dadurch wird der Ertrag natürlich geringer, woraus ein höherer Endpreis entsteht. 

Ethical Fashion ist auf den ersten Blick daher etwas teurer als Fast Fashion. Dies ist aber ein Trugschluss. Der Slow Fashion Artikel hält erstens länger, da die Qualität besser ist und zweitens kaufen Sie nur einen Artikel anstatt zwei oder vier Artikel der gleichen Kategorie. In Wahrheit spart Ethical Fashion daher Geld. 



eine Kleiderstange mit Klamotten

Warum ist Slow Fashion wichtig?


Je weniger Artikel gefertigt werden, desto weniger CO2 wird in die Atmosphäre abgegeben und desto weniger Müll wird auf dem Planeten produziert. Die gewaltigen Müllberge sind jetzt schon ein Problem. Plastikmüll ist besonders schädlich, da er auf natürliche Weise kaum vergeht. 

Die Menschen profitieren nicht nur von einer gesünderen Natur, sondern auch von besseren Arbeitsbedingungen. In vielen asiatischen Ländern herrschen schlechte Bedingungen am Arbeitsplatz. Die Konzerne setzen giftige Chemikalien ein, die die Arbeiter krank werden lassen. Auch das Trinkwasser ist an vielen Orten mit Chemikalien aus der Textilindustrie belastet. 

Eco Fashion sorgt dafür, dass die Kleidung wieder mehr wertgeschätzt wird. Es ist nicht unbedingt ratsam, sich jede Saison nach dem neusten Trend einkleiden zu wollen. Jeder Mensch sollte einen eigenen Stil entwickeln und sich in diesem wohlfühlen, anstatt irgendwelchen Trend-Looks hinterherzulaufen.

Was ist der Unterschied zwischen Slow und Fast Fashion?


Im Gegensatz zu Fast Fashion setzt Slow Fashion nicht auf Quantität, sondern auf Qualität. Bei der sogenannten Fast Fashion geht es darum in kurzen Abständen möglichst viele unterschiedliche Kollektionen auf den Markt zu bringen. Bei Fast Fashion dreht sich alles um aktuelle Trends.

So werden die Kunden animiert sich ständig neu einzukleiden. Die Kollektionen zeichnen sich durch extreme Merkmale aus, um sie von den vorausgegangenen Trends abzugrenzen. Jeanshosen sind entweder zum Ersticken eng oder so weit, dass sie rutschen. Andere haben eine hohe Taille, die den Bauch einzwängt oder große Löcher und Risse. Und viele Kunden machen alles mit, Hauptsache sie sind im Trend.

Eco Fashion macht sich meist von solchen Extremen frei und kann aus diesem Grund über viele Jahre getragen werden. Es geht mehr darum, einen eigenen Stil zu entwickeln, anstatt mühsam den letzten Trends hinterher zu rennen, die einem persönlich vielleicht überhaupt nicht stehen.

Niemand sollte sich aus modischen Gründen gezwungen sehen, etwas Unvorteilhaftes zu tragen. Ein normal geschnittenes, unifarbenes Top, das zum eigenen Körper und Geschmack passt, ist eine bessere Kaufoption als ein bauchfreies, pinkes Oberteil, das gerade zufällig in Mode ist. Spätestens nach ein paar Monaten mag niemand mehr pinke, bauchfreie Tops sehen. Natürlich ist dies alles überspitzt formuliert, damit die Idee dahinter klar wird. Mode mit extrem modernen Merkmalen ist auch extrem schnell wieder out.

Langfristig lohnt es sich also in eher schlichte Kleidungsstücke Geld zu investieren. Eine gute Qualität spielt bei Fast Fashion keine große Rolle, niemand rechnet damit, dass diese Kleidung langfristig getragen wird. Im Durchschnitt landet ein Oberteil nach 3 Jahren spätestens im Müll. 

Fast Fashion setzt aus diesem Grund auf günstige Mode mit einer mangelhaften Qualität. So werden die Kunden zum ständigen Kaufen verleitet. Die übermäßige Produktion von so vielen Kleidungsstücken ist ein echtes Problem für die Umwelt. 

In den letzten Jahren hat sich die Textilproduktion in Asien fast verdoppelt. Günstige Fast Fashion Kleidungsstücke werden aus chemischen Fasern gefertigt. Oft wird dafür Polyester eingesetzt. Diese chemischen Fasern werden aus Erdöl hergestellt. Zudem entsteht bei der Produktion viel CO2. Auch die zunehmende Verschmutzung des Trinkwassers und der Weltmeere ist ein Problem. Synthetische Stoffe findet man oft als Mikroplastiken im Meer wieder. 

Auch die Arbeiter bekommen den großen Zeitdruck zu spüren. In kurzer Zeit müssen große Kollektionen von ihnen angefertigt werden. Folge sind unfaire und viel zu lange Arbeitszeiten und großer Stress am Arbeitsplatz. Alle Firmen wollen so billig wie möglich produzieren und sparen auch sehr gerne am Lohn der Mitarbeiter oder an Sicherheitsvorkehrungen. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, gilt es an allen Ecken Kosten zu sparen, schließlich wollen die Kunden ihre Kleidung so billig wie möglich kaufen.


Kind mit traurigem Blick

Was kann man gegen Fast Fashion tun?

Glücklicherweise ist Fast Fashion ein Problem, gegen das jeder persönlich etwas machen kann. Eco Fashion fängt im eigenen Kleiderschrank an. Jeder kann mit seinem Konsumverhalten einen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

Für Eco Fashion ist es wichtig, dass den bereits vorhandenen Kleidungsstücken mehr Wertschätzung entgegengebracht wird. Vorhandene Dinge sollten einfach mehr geschätzt werden, dann fällt es leichter, nicht sofort etwas Neues kaufen zu müssen.

Tipp 1: Alte Kleidung schätzen

Zudem ist es sehr sinnvoll, sich darüber bewusst zu werden, wie viel Kleidung man wirklich braucht. In der Regel reichen 5 paar Jeanshosen oder zehn verschiedene Pullover völlig aus. 

Vor dem Neukauf sollte also erst einmal ein wirklicher Bedarf stehen. Kaufen nur um das Kaufen willens ist ein No-Go. Es ist sehr hilfreich, sich nur etwas Neues zu kaufen, wenn etwas Altes kaputtgegangen ist. Kleidungsstücke werden also ersetzt und nicht dazu gekauft. Dies sorgt auch dafür, dass der Schrank schön ordentlich bleibt. 

Tipp 2: Einfache Kombination

Es macht auch Sinn, Kleidungsstücke zu kaufen, die einfach miteinander zu kombinieren sind. Unifarbenen Basics sind immer sehr hilfreich. Muster zu Muster ist oft ein Problem, es sei denn dies gehört zum persönlichen Stil. 

Der persönliche Stil spielt bei Eco Fashion eine große Rolle. Getragen wird, was gefällt und nicht was im Trend ist. Jeder hat Kleidungsstücke, in denen er sich besonders wohlfühlt. An diesen sollte man sich beim Neukauf orientieren. 

Tipp 3: Alte Kleidung nähen

Kleidung kann auch genäht werden. Früher war dies selbst verständlich, heute wird Kleidung mit Löchern zu schnell entsorgt. Die meisten Löcher können problemlos gestopft werden. 

Tipp 4: Tauschen

Pullover, Jacken und Hosen, die nicht mehr getragen werden, können verkauft oder getauscht werden. Online gibt es viele Möglichkeiten, aber noch besser ist es sich direkt an Freunde und Bekannte zu wenden. 

Bekannte Eco Fashion Marken

 Als Alternative zu den Fast Fashion Brands gibt es folgende Labels: ThokkThokk Armedangles, Alma&Lovis, bleed, Grüne Erde, Grennality und Lanius, Kuyichi, enna, sowie gotsutsumu bieten ebenfalls schöne Eco Fashion an.

Slow Fashion Brands: Taschen

Neben Kleidungsstücke sind auch Taschen ein großes Thema. Natürlich bieten die Fast Fashion Konzerne auch Accessoires und Taschen an, die nach dem gleichen Prinzip gefertigt wurden, meist billig und qualitativ nicht sonderlich hochwertig. 


Glücklicherweise gibt es auch hier Alternativen. Wir von Haupt-Taschen bieten schöne, hochwertige und nachhaltige Taschen für Männer und Frauen an, die unter ethischen Bedingungen gefertigt wurden. Diese Taschen aus nachhaltigen PET-Filz sind eine tolle Kombination aus Design und Funktionalität. Die Produktion erfolgt in Österreich.  

Der PET-Filz wird aus gebrauchten Plastikflaschen hergestellt und zu einem weichem, aber langlebigen Material verarbeitet. Die Flaschen durchlaufen dafür mehrere Produktionsschritte. Sie werden gefaltet, gepresst und anschließend zu Filz verarbeitet. Für die Herstellung eines Quadratmeters Filz benötigt man etwa 21 große Plastikflaschen. 

Fazit Slow Fashion


Eco Fashion ist eine Gegenbewegung zur Fast Fashion Industrie, die sich für den Umweltschutz und faire Arbeitsbedingungen einsetzt. Die Fast Fashion Industrie beutet die Natur und die Menschen rücksichtslos aus.


Jeder kann mit seiner Kaufentscheidung etwas für die Natur und seine Mitmenschen tun. Tiefgreifende Veränderungen fangen klein an. Slow Fashion hilft dabei, die Welt und seine Bewohner gesünder und glücklicher zu machen. Slow Fashion ist deswegen keineswegs altmodisch oder langweilig.

Stylische Marken und Produkte wie unsere nachhaltigen Haupt-Taschen machen es vor, Eco Fashion muss nicht altbacken sein. Design und eine ökologische Herstellung können durchaus Hand in Hand gehen. Die Qualität dieser Marken ist besser als die Wegwerfprodukte aus der Massenindustrie. 

Weitere Maßnahmen sind die Wertschätzung der eigenen, vorhanden Kleidung und der Secondhand Markt. Slow Fashion, Minimalismus und Secondhand Kleidung sind die Antwort auf eine rücksichtslose Textilindustrie die Menschen und Ressourcen ausbeutet und für gewaltige Müllberge sorgt.